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Werkzeug

Wörter und Zeichen zählen

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Der Text bleibt in deinem Browser. Gezählt wird auf deinem Gerät, hochgeladen wird nichts, und gespeichert wird auch nichts.

Warum die Zahlen zu Word passen

Die meisten Zähler im Netz messen den Textinhalt in seiner ganzen Länge, Zeilenumbrüche eingeschlossen. Word zählt die Absatzmarke dagegen nicht als Zeichen. Bei einem Text mit zwölf Absätzen weichen die Zahlen dann um zwölf Zeichen voneinander ab.

Dieser Wortzähler ist gegen Word geprüft worden, mit einem Text aus neun Zeilen, in dem alle heiklen Fälle vorkommen: ein Bindestrichwort, eine Zahl mit Tausenderpunkt, eine Internetadresse, ein Apostroph, ein Emoji und eine Abkürzung. Word kam auf 31 Wörter, 175 Zeichen, 152 Zeichen ohne Leerzeichen und 9 Absätze. Derselbe Text ergibt hier dieselben vier Zahlen.

Drei Regeln stecken dahinter, und sie überraschen:

  • Ein Wort ist alles, was zwischen zwei Leerzeichen steht. Damit zählt ein alleinstehender Bindestrich in „Hallo - Welt“ als eigenes Wort, und zwar bei Word genauso wie hier.
  • „1.500“ bleibt ein Wort, eine Internetadresse ebenfalls. Der Punkt darin trennt nicht.
  • Ein Emoji zählt als ein Zeichen, nicht als zwei. Dass der Rechner intern mehrere Werte dafür führt, spielt für die Zählung keine Rolle.

Eine Einschränkung gehört dazu. Word zählt ab Werk keine Textfelder, Fußnoten und Endnoten mit. Im Fenster „Wörter zählen“ gibt es dafür ein Kästchen, und ist es angehakt, steigt die Zahl in Word. Was du hier einfügst, enthält solche Elemente ohnehin nicht.

Gegen ein Limit prüfen

Die Auswahl unter den Zahlen vergleicht deinen Text mit einer Vorgabe und meldet, wie viele Zeichen noch frei sind oder wie viele zu viel.

Hinterlegt sind die Normseite mit 1.500 Zeichen, die Meta-Beschreibung mit 155, der X-Beitrag mit 280, die Instagram-Bildunterschrift mit 2.200 und der LinkedIn-Beitrag mit 3.000. Steht in deiner Aufgabenstellung eine andere Zahl, trägst du sie unter „Eigenes Limit“ ein.

Bei der Meta-Beschreibung ist die 155 ein Richtwert und keine Grenze. Google nennt selbst keine Höchstzahl und kürzt die Anzeige nach dem Platz, der im Suchergebnis zur Verfügung steht.

X rechnet anders als alle anderen. Ein Link geht dort pauschal als 23 Zeichen durch, ganz gleich wie lang er wirklich ist, und die meisten Emojis zählen doppelt.

Sobald im Text ein Link oder ein Emoji auftaucht, erscheint deshalb ein Schalter unter der Limitauswahl. Angehakt rechnet der Zeichenzähler nach den Regeln von X, sonst nach den tatsächlichen Zeichen. Steht weder das eine noch das andere im Text, bleibt der Schalter weg: Dann gäbe es nichts, das anders zählen würde.

Ein Beispiel. Die Adresse dieser Seite ist 62 Zeichen lang. In einem Beitrag mit 80 Zeichen bleiben damit normal 200 Zeichen frei, nach den Regeln von X dagegen 239.

Sätze, Absätze und Normseiten

Ein Punkt beendet nicht zwangsläufig einen Satz, denn Abkürzungen enden ebenfalls auf einen Punkt. Hier sind die üblichen hinterlegt, von „z. B.“ über „bzw.“ bis „vgl.“, deshalb bleibt „Das gilt z. B. für Hausarbeiten“ ein Satz statt dreier.

Als Absatz gilt jede Zeile, in der etwas steht. Auch das folgt Word: Dort zählt die Absatzmarke, und im Textfeld erzeugt jede Eingabetaste genau eine.

Die Normseite ist das Maß aus dem Verlagswesen: 30 Zeilen mit je 60 Anschlägen, also 1.500 Zeichen samt Leerzeichen. Wie viele gedruckte Seiten daraus werden, sagt sie nicht, denn das hängt an Schriftgröße und Satzspiegel. Sie ist eine Rechengröße für Honorare und Abgabevorgaben.

Lesezeit und Sprechzeit

Die Lesezeit rechnet mit 200 Wörtern je Minute, dem üblichen Wert für stilles Lesen. Die Sprechzeit rechnet mit 150 Wörtern je Minute, einem ruhigen Vortragstempo.

Beides sind Schätzungen. Wer schnell liest, schafft deutlich mehr, und ein Fachtext mit Formeln dauert länger. Für die Frage, ob ein Vortrag in fünf Minuten passt, reicht der Wert.

Häufigste Wörter

Taucht ein Wort mehr als einmal auf, erscheint es mit seiner Anzahl in der Liste. Sehr kurze Wörter und die üblichen Füllwörter wie „der“, „und“ oder „nicht“ bleiben draußen, weil die Liste sonst in jedem Text gleich aussieht.

Beim Schreiben fällt damit auf, welches Wort zu oft vorkommt. Bei einem Text für Google zeigt sich, ob das eigentliche Thema überhaupt oben steht.

Wo Word und Open Office selbst zählen

Liegt der Text ohnehin in einem Schreibprogramm, brauchst du dieses Werkzeug nicht. Bei Word steht die Zahl in der Statusleiste unten links, und über „Überprüfen“ öffnet sich das Fenster mit allen Werten, auch dem für Zeichen ohne Leerzeichen. Wie du beides erreichst und was zu tun ist, wenn die Anzeige fehlt, steht im Beitrag zum Zeichen und Wörter zählen in Word.

Open Office und LibreOffice haben dieselbe Funktion an anderer Stelle, dazu gibt es den Beitrag zum Wörter zählen in Open Office.

Hierher lohnt der Weg, wenn der Text noch nicht in einem Programm steht: eine E-Mail, ein Formularfeld mit Zeichenbegrenzung, ein Beitrag für ein soziales Netzwerk.

Erik Möder Profilbild

Erik

Digital Creator aus Köln · Technikshavo

Digital Creator aus Köln. Auf Technikshavo zeige ich seit Jahren, wie Programme wirklich funktionieren: über 1.000 Videos und mehr als 600 Artikel mit zusammen über 15 Millionen Aufrufen. Ein Teil der Themen kommt als Frage aus der Community. Erst der Text zum Nachlesen, dann das Video zum Mitmachen.

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