HEIC in JPG umwandeln
HEIC-Dateien auswählen oder hierher ziehen
Deine Fotos bleiben auf deinem Gerät. Umgewandelt wird im Browser, hochgeladen wird nichts, und auf einem Server landet auch nichts.
Das ist bei diesem Format der entscheidende Punkt. HEIC-Dateien kommen fast immer vom iPhone, und darauf liegen keine Urlaubspanoramen, sondern Belege, Ausweise und Bilder von Menschen. Wer die bei einem beliebigen Dienst hochlädt, gibt sie aus der Hand und weiß nicht, was danach passiert.
Was beim ersten Klick geladen wird
Nach der Dateiauswahl dauert es einen Moment, bevor sich etwas tut. Das ist kein Upload, sondern das Gegenteil davon: Der Decoder selbst wird zu dir geladen, gut anderthalb Megabyte, komprimiert etwa ein Drittel davon. Von da an arbeitet er auf deinem Rechner.
Nötig ist das, weil Chrome und Firefox HEIC von Haus aus nicht lesen können. Nur Safari bringt die Unterstützung mit. Deshalb steckt im Werkzeug ein eigener Decoder für das Format, und der muss einmal ankommen, bevor das erste Bild umgewandelt werden kann. Beim zweiten Durchgang ist er schon da, und dein Browser hat ihn dann ohnehin gespeichert.
Wofür der Regler gut ist
Die Qualität steht auf 85 Prozent, und für die meisten Fälle ist das der richtige Wert. JPG komprimiert verlustbehaftet, bei 85 sieht man den Unterschied zum Original im Normalfall nicht, die Datei wird aber deutlich kleiner.
Nach unten lohnt der Regler, wenn eine Grenze einzuhalten ist, etwa bei einem Upload-Formular, das nur 2 MB annimmt. Nach oben lohnt er bei Bildern, die noch weiterverarbeitet werden. Ab etwa 95 Prozent wächst allerdings vor allem die Dateigröße und kaum noch die Bildqualität.
Die eingestellte Qualität gilt für alle Dateien eines Durchgangs. Wer unterschiedliche Werte braucht, wandelt in zwei Schritten um.
Grenzen des Werkzeugs
20 Dateien auf einmal und 25 MB je Datei. Beides sind praktische Grenzen, keine technischen: Die Umwandlung läuft auf deinem Gerät, und bei größeren Mengen wäre der Browser minutenlang beschäftigt.
Hast du mehr Bilder, teile sie auf. Jeder Durchgang beginnt mit einer leeren Liste, die fertigen Dateien von vorher lädst du vorher herunter.
Dateien ohne die Endung .heic oder .heif werden aussortiert, bevor überhaupt etwas passiert. Du kannst also einen ganzen Ordner hineinziehen, die JPGs und PNGs darin werden ignoriert.
Wenn eine Datei nicht gelesen werden kann
Steht hinter einem Namen „liess sich nicht lesen", liegt es fast nie am Werkzeug. Der häufigste Grund ist eine Datei, die nur so heißt: Manche Programme hängen die Endung an, ohne die Daten tatsächlich in HEIC zu schreiben.
Der zweite Grund sind beschädigte Dateien, meist nach einer abgebrochenen Übertragung vom Handy. Kopiere das Bild in diesem Fall noch einmal vom iPhone, am besten über ein Kabel statt über einen Cloud-Dienst.
Und ein Sonderfall: Live Photos vom iPhone bestehen aus einem Standbild und einem kurzen Video. Umgewandelt wird nur das Standbild, die Bewegung geht dabei verloren. Das ist bei JPG unvermeidlich, das Format kennt keine Bewegtbilder.
HEIC gar nicht erst entstehen lassen
Wenn du regelmäßig umwandelst, ist das Werkzeug die Behandlung des Symptoms. Die Ursache sitzt im iPhone, und sie lässt sich abstellen: Unter „Einstellungen" → „Kamera" → „Formate" gibt es die Wahl zwischen „Hohe Effizienz" und „Maximale Kompatibilität". Der zweite Punkt lässt die Kamera direkt JPG aufnehmen.
Du verlierst damit etwas Speicherplatz, denn genau dafür wurde HEIC gemacht: Bei vergleichbarer Qualität braucht es ungefähr die Hälfte. Dafür öffnet jedes Gerät die Bilder ohne Umweg.
Lieber unter Windows öffnen als umwandeln
Soll das Original erhalten bleiben und du willst die Bilder nur ansehen, ist Umwandeln der falsche Weg. Windows kann HEIC durchaus anzeigen, je nach Version und Hersteller sogar ohne Zutun, und sonst über eine Erweiterung aus dem Microsoft Store.
Wie du erst prüfst, was dein Rechner schon kann, und was zu tun ist, wenn die Vorschau grau bleibt, steht im Beitrag zum HEIC Datei öffnen in Windows.

Erik
Digital Creator aus Köln. Auf Technikshavo zeige ich seit Jahren, wie Programme wirklich funktionieren: über 1.000 Videos und mehr als 600 Artikel mit zusammen über 15 Millionen Aufrufen. Ein Teil der Themen kommt als Frage aus der Community. Erst der Text zum Nachlesen, dann das Video zum Mitmachen.
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